Der Collie

Geschichte einer besonderen Rasse

Der Collie – der schottische Schäferhund – gehört zu den Britischen Hütehunden.

Er hat seinen Ursprung in den Hochebenen Schottlands, wo er als robuster Hütehund in rauer Witterung selbstständig Schafe hütete.

Von diesen Schafen, den „colleys“, einer Rasse mit schwarzen Köpfen und Beinen, hat der „colley-dog“, der spätere Collie, vermutlich auch seinen Namen.

1881 wurde der Collie in Großbritannien als Rasse anerkannt.  Bald entdeckte Queen Victoria  ihre Vorliebe für diese Collies, die meist noch überwiegend schwarz-weiß oder tricolor und ohne den heute zum Standard gehörenden geschlossenen weißen Kragen waren. Vor allem durch diesen königlichen Einfluss wurde der Collie allmählich vom Schäferhund zum Begleithund und begehrten Modehund, der – vermutlich durch Einkreuzung des Barsoi, des russischen Windhundes, sowie des Gordon Setter und des Irish Setter – mehr und mehr sein prächtiges, nobles Aussehen, die goldene Farbe, aber auch seine Gelassenheit (im Gegensatz zu seinem arbeitswütigen Verwandten, dem Border Collie) entwickelte.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Collie in die USA importiert und dort 1885 als Rasse im American Kennel Club aufgenommen. Als in den 1940er und 50er Jahren die Lassie-Filme in die Kinos und später auch ins Fernsehen kamen, stieg die Beliebtheit des Amerikanischen Collies rasant.

Amerikanische und Britische Collies entwickelten sich aufgrund der jeweiligen Rassestandards unterschiedlich: So ist der Amerikanische Collie deutlich größer als sein Britischer Verwandter, er kommt in mehr Farbvarianten vor (neben sable, tricolor und blue merle zusätzlich sable merle sowie coloured head white, d.h. weiß mit sable-, tricolor-, blue merle- und sable merle- farbigen Köpfen und -markings) seine Fellmenge ist moderat, so dass die Körperkonturen gut erkennbar sind, Körperbau und Kopf sind kräftiger mit größeren und runderen Mandelaugen, vom Charakter her ist er gelassener, offener, ein Hütetrieb ist so gut wie nicht mehr vorhanden.

Für viele ist der American Collie der Inbegriff an Anmut, Eleganz, Intelligenz, Treue, Menschenbezogenheit, Vielseitigkeit, Leichtführigkeit und einem ausgeprägten „will to please“. Er ordnet sich schnell unter, ist durch seine Feinfühligkeit mit sanftesten Anweisungen und viel Lob leicht zu führen, ist ruhig im Haus und temperamentvoll bei Sport, Spiel und Arbeit, ist ausgesprochen zärtlich und kinderlieb, weshalb er u.a. gerne eingesetzt wird als Schulbesuchs- oder Therapiehund. Er ist der perfekte Partner für Menschen, die es lieben, möglichst immer und überall mit ihrem Hund zusammen zu sein, ihm einen Platz als vollwertiges Familienmitglied geben, ihn entsprechend seiner Intelligenz sowohl körperlich als auch geistig fordern und fördern und die nicht zuletzt die Zärtlichkeit und Sensibilität eines wunderschönen, eleganten, wahrhaft aristokratischen Hundes zu schätzen wissen. Der Collie gibt dem Menschen alles, was man sich von einem Hund nur wünschen kann – er möchte dafür nur eines:  an seiner Seite sein.

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