Ein wenig Poesie

Viel Wahres ist über Hunde schon gesagt und geschrieben worden von mehr oder weniger berühmten Leuten, die eines gemeinsam haben: eine tiefe Liebe zum treuesten aller Lebensbegleiter.

Hier eine ganz persönliche Auswahl:

 

 

* Kauf einen jungen Hund und du wirst für dein Geld wild entschlossene Liebe bekommen.

                                                                                                        - Rudyard Kipling -

 

* Sei meines Hundes Freund, und du bist auch der meine.

                                                                                           - Indianisches Sprichwort –

 

* In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück, all mein Inneres, Krankes,   Wundes heilt in seinem Blick.

                                                                                  - Friedericke Kempner -

 

* Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und aller Antworten ist in den Hunden enthalten.

                                                                                - Franz Kafka -

 

* A home without a dog is just a house.

                                                                       - Unbekannter Verfasser -

 

* Dogs leave paw prints on our hearts.

                                                                                       - Unbekannter Verfasser-

 

 

Zum Schmunzeln eine Zusammenstellung antiker Bonmots über den Canis familiaris aus der Feder des Tierforschers Alfred Brehm (aus Brehms Tierleben 1882-1889):

- Kein einziges Thier der ganzen Erde ist der vollsten und ungetheiltesten Achtung, der Freundschaft und Liebe des Menschen würdiger als der Hund. Er ist ein Theil des Menschen selbst, zu dessen Gedeihen, zu dessen Wohlfahrt unentbehrlich.

- Der Hund ist ein treues Spiegelbild seines Herrn: je freundlicher, liebreicher, aufmerksamer man ihn behandelt, je besser, reinlicher man ihn hält, je mehr und je verständiger man sich mit ihm beschäftigt, um so verständiger und ausgezeichneter wird er, und genau das Gegentheil geschieht, wenn umgekehrt seine Behandlung eine schlechte war.

- Jeder Hund nimmt den Ton des Hauses an, in welchem er lebt, ist verständig, wenn er bei vernünftigen Leuten wohnt, wird zum hochmüthigen Narren, wenn sein Herr durch Stolz die Hohlheit seines Kopfes ausfüllen muss, beträgt sich freundlich gegen Jedermann, wenn es in seinem Hause gesellig hergeht, oder ist ein grämlicher Einsiedler, wenn er bei einem alten Junggesellen, bei einer älteren Jungfrau wohnt, welche wenig Zuspruch hat. Unter allen Umständen fügt er sich in die verschiedenartigsten Verhältnisse, und immer gibt er sich dem Menschen mit ganzer Seele hin.

- Der Geschlechtstrieb ist bei den Hunden sehr ausgeprägt und zeigt sich bei allen Arten als Äußerung einer heftigen Leidenschaft, als ein Rausch, welcher sie mehr oder weniger närrisch macht. … Das Betragen beider Geschlechter unter sich ist ebenso anziehend wie abstoßend, erregt ebenso unsere Heiterkeit wie unseren Widerwillen. Der männliche Hund folgt der Hündin auf Schritt und Tritt und wirbt mit allen möglichen Kunstgriffen um deren Zuneigung. Jede seiner Bewegungen ist gehobener, stolzer und eigenthümlicher; er sucht sich mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln liebenswürdig zu machen. … Gegen andere Hunde zeigt er sich missgelaunt und eifersüchtig. ... Die Hündin selbst zeigt sich äußerst spröde und beißt beständig nach den sich ihr nahenden Bewerbern, knurrt, zeigt die Zähne und ist sehr unartig, ohne jedoch dadurch die hingebenden Liebhaber zu erzürnen oder zu beleidigen. Endlich scheint sie doch mit ihnen Frieden zu schließen und gibt sich den Forderungen ihres natürlichen Triebes hin. Wie alle Säugethiere lebt sie in Vielmännigkeit und gestattet mehr als einem Hunde die Beiwohnung …

- Sobald die Laufzeit vorüber ist, sind alle Hunde, wenn auch nicht gleichgültig, so doch weit weniger für den Gegenstand ihrer so heißen Liebe eingenommen. Doch bewahren Hund und Hündin die Erinnerung an ihre erste Liebe oft mit überraschender Treue, wie schon daraus hervorgeht, dass Hündinnen noch im reifen Alter Junge werfen, welche ihrem ersten Liebhaber täuschend ähnlich sind. Englische Hundezüchter wissen dies wohl zu verwerthen und nehmen sich sorgfältig in acht, eine junge Hündin mit einem ihr an Schönheit und Tugend nicht ebenbürtigen Hunde zusammenzubringen.

- Junge Hunde sollen behandelt werden wie Kinder, nicht wie verstockte Sklaven. Sie sind ausnahmslos willige und gelehrige Schüler, achten sehr bald verständig auf jedes Wort ihres Erziehers und leisten aus Liebe mehr und tüchtigeres als aus Furcht.

 

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Last but not least eine kleine Eigenkomposition:

 

 

 

                                       Hund am Meer

 

                           Hundehaare weh’n im Wind,

Pfoten tief im warmen Sand,

glücklich fliegt das Hundekind

über weiten Meeresstrand.

 

Fliegt mit Möwen um die Wette,

tanzt mit ihnen, und es scheint,

dass sie lachen im Duette,

sich längst kennend, wie man meint.

 

Ist der Mensch der Schöpfung Krone?

Hier am Strand kommt Zweifel auf,

Ahnung, dass sich Demut lohne

vor dem ew’gen Seelenlauf.

 

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